Brustkrebsvorsorge: Welche Untersuchungen sind ab welchem Alter sinnvoll?
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Wird ein Tumor früh entdeckt, ist er in der Regel besser behandelbar. Welche Untersuchungen zur Brustkrebsvorsorge Ihnen in welchem Alter zustehen und welche Sie selbst zahlen, zeigt dieser Überblick.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste zur Brustkrebsvorsorge
- Bausteine: Die gesetzliche Brustkrebsvorsorge besteht aus der jährlichen Tastuntersuchung der Brust ab 30 Jahren und dem Mammographie-Screening ab 50 Jahren.
- Intervalle: Die Tastuntersuchung findet einmal jährlich statt, die Mammographie alle 2 Jahre. Der Anspruch auf das Screening endet mit dem 76. Geburtstag.
- Kosten: Beide Untersuchungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse vollständig. Ergänzende Verfahren wie den Ultraschall der Brust zahlen Sie als individuelle Gesundheitsleistung selbst.
- Bei vitolo: Sowohl die über vitolo erhältlichen Krankenzusatzversicherungen als auch die Gesundheitsschutz-Tarife erstatten Ihnen Mammographie und Ultraschall zur Brustkrebsvorsorge zu 100 % innerhalb Ihres gewählten Jahresbudgets.
Was gehört zur Brustkrebsvorsorge?
Die Brustkrebsvorsorge ist Teil der gesetzlichen Krebsfrüherkennung und beginnt für die meisten Frauen als Vorsorgeuntersuchung in der gynäkologischen Praxis. Sie ruht in Deutschland auf 3 Säulen, die sich darin unterscheiden, wer die Untersuchung durchführt und wie tief sie in das Gewebe blicken kann:
- Die Selbstuntersuchung: Sie tasten Ihre Brust regelmäßig selbst ab und lernen dabei, wie sich Ihr Gewebe im Normalzustand anfühlt.
- Die ärztliche Tastuntersuchung: Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt tastet Brustdrüsen und Achselhöhlen ab und betrachtet die Haut auf Veränderungen.
- Die Bildgebung: Mammographie und Ultraschall zeigen Gewebeveränderungen, die Sie noch nicht ertasten können.
Einen Knoten ertasten Sie in der Regel erst ab etwa 1 bis 2 Zentimetern Größe, während die Mammographie bereits deutlich kleinere Auffälligkeiten zeigt. Die 3 Säulen greifen dementsprechend ineinander, statt sich gegenseitig zu ersetzen.
Entdecken Ärztinnen und Ärzte eine Brustkrebserkrankung in einem frühen Stadium, können sie schonender behandeln. Ihre Heilungschancen können dann höher liegen als bei einem Tumor, der erst durch Beschwerden auffällt. Eine Früherkennungsuntersuchung verhindert nicht, dass Sie erkranken, sondern kann Ihre Chancen auf Heilung verbessern, wenn es dazu kommt.
Brustkrebsvorsorge: ab wann und wie oft?
Für die Brustkrebsvorsorge gibt es kein einheitliches Startalter. Jede Untersuchung hat ihr eigenes Anspruchsalter und ihr eigenes Intervall. Die folgenden 3 Abschnitte zeigen, was in welcher Lebensphase vorgesehen ist.
Ab 30 Jahren: die jährliche Tastuntersuchung der Brust
Ab 30 Jahren haben gesetzlich versicherte Frauen einmal im Jahr Anspruch auf eine ärztliche Tastuntersuchung der Brust. Sie ist Teil der gynäkologischen Krebsfrüherkennung und umfasst 3 Bestandteile:
- das systematische Abtasten beider Brustdrüsen und der Lymphknoten in den Achselhöhlen
- die Betrachtung der Haut auf Einziehungen, Rötungen oder Absonderungen aus der Brustwarze
- die Anleitung zur Selbstuntersuchung
Für diese Leistung gibt es keine obere Altersgrenze: Ihr Anspruch auf die jährliche Tastuntersuchung der Brust bleibt lebenslang bestehen.
Ab 50 Jahren: das Mammographie-Screening alle 2 Jahre
Zwischen 50 und 75 Jahren haben Frauen alle 2 Jahre Anspruch auf eine Röntgen-Mammographie im organisierten Screening-Programm. Der Anspruch endet mit dem 76. Geburtstag, bis Juli 2024 lag diese Grenze noch bei 69 Jahren.
Um den Termin müssen Sie sich nicht selbst kümmern: Eine Zentrale Stelle lädt Sie schriftlich ein und schlägt Ihnen einen Termin in einer zertifizierten Screening-Einheit vor. Dem Schreiben liegt eine Entscheidungshilfe zu Nutzen und Risiken bei. Die Teilnahme ist freiwillig.
Was gilt vor 30 und zwischen 45 und 49 Jahren?
Zwischen den beiden gesetzlichen Angeboten klafft eine Lücke – und genau dort stellen sich die meisten Fragen zur Brustkrebsvorsorge nach Alter:
- Unter 30 Jahren: Es gibt keine gesetzliche Früherkennungsuntersuchung der Brust. Das heißt nicht, dass Sie mit einer Auffälligkeit warten müssen. Ein tastbarer Knoten, eine Hauteinziehung oder Absonderungen aus der Brustwarze gehören in jedem Alter ärztlich abgeklärt. Diese Abklärung ist dann eine Kassenleistung.
- Zwischen 45 und 49 Jahren: Seit März 2026 ist die Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung auch für diese Altersgruppe strahlenschutzrechtlich zugelassen. Ob Ihre gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt, klären Sie am besten direkt mit ihr, denn über die Aufnahme in das reguläre Programm entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss.
Brustkrebsvorsorge nach Alter im Überblick
Welche Untersuchung Ihnen zusteht, ändert sich mit jedem Lebensabschnitt. Die Übersicht:
| Alter | Untersuchung | Intervall |
|---|---|---|
| ab 30 Jahren | Ärztliche Tastuntersuchung der Brust und Achselhöhlen | jährlich |
| 45 bis 49 Jahre | Mammographie in einer Screening-Einheit | alle 2 Jahre |
| 50 bis 75 Jahre | Mammographie-Screening mit schriftlicher Einladung | alle 2 Jahre |
| ab 76 Jahren | Ärztliche Tastuntersuchung der Brust | jährlich |
Die Brust selbst abtasten: Anleitung für die Selbstuntersuchung

Wer die eigene Brust regelmäßig abtastet, entwickelt ein Gefühl für die eigene Gesundheit. Wichtig ist dabei: Nicht jeder Knoten ist bösartig, aber eine neue Veränderung fällt nur auf, wenn Sie den Ausgangszustand kennen.
Der beste Zeitpunkt zur Selbstuntersuchung liegt wenige Tage nach dem Ende der Regelblutung, weil das Brustgewebe dann am weichsten ist. Nach den Wechseljahren wählen Sie einfach einen festen Tag im Monat. So gehen Sie vor, wenn Sie Ihre Brust selbst abtasten:
- Betrachten: Stellen Sie sich mit freiem Oberkörper vor einen Spiegel, zunächst mit hängenden, dann mit erhobenen Armen. Achten Sie auf Größenunterschiede, Einziehungen der Haut oder der Brustwarze und auf Rötungen.
- Abtasten im Stehen: Tasten Sie mit den flachen Fingerkuppen der gegenüberliegenden Hand in kleinen kreisenden Bewegungen die gesamte Brust ab, von außen nach innen und in allen Gewebetiefen. Achten Sie auf Verhärtungen, die sich neu anfühlen.
- Achselhöhlen einbeziehen: Tasten Sie anschließend die Achselhöhle und den Bereich um das Schlüsselbein ab, weil dort die Lymphknoten liegen.
- Brustwarze prüfen: Drücken Sie die Brustwarze leicht zwischen Daumen und Zeigefinger und achten Sie auf austretende Flüssigkeit.
- Im Liegen wiederholen: Legen Sie sich hin und tasten Sie erneut. Im Liegen verteilt sich das Gewebe anders, sodass andere Bereiche besser erreichbar sind.
Mammographie: die zentrale Untersuchung der Brustkrebsvorsorge
Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust und und der Kern der 3. Säule der Brustkrebsvorsorge. Sie ist bisher die einzige Methode, für die Studien belegen, dass eine regelmäßige Teilnahme die Sterblichkeit an Brustkrebs senken kann. Deshalb steht sie im Zentrum des gesetzlichen Programms, während Ultraschall und Tastuntersuchung sie ergänzen.
So läuft eine Mammographie ab
Der Termin selbst ist kurz. Eine radiologische Fachkraft fertigt von jeder Brust 2 Röntgenaufnahmen in unterschiedlichen Positionen an. Dafür drückt sie oder er Ihre Brust zwischen 2 Platten leicht zusammen. Das senkt die Strahlendosis und verbessert die Bildqualität. Anschließend prüfen 2 speziell geschulte Ärztinnen oder Ärzte Ihre Aufnahmen unabhängig voneinander – stuft mindestens eine der beiden Personen die Bilder als auffällig ein, wird zusätzlich eine Fachärztin oder ein Facharzt hinzugezogen. Das Ergebnis kommt in der Regel innerhalb von 7 Werktagen per Post.
97 % der Frauen erhalten die Nachricht, dass alles in Ordnung ist, und bekommen in 2 Jahren die nächste Einladung. Bei den übrigen Frauen folgt eine Abklärung mit einer ergänzenden ärztlichen Untersuchung, einem Ultraschall und gegebenenfalls weiteren Mammographie-Aufnahmen. Bleibt der Verdacht danach bestehen, ist bei einem Teil dieser Frauen zusätzlich eine minimalinvasive Gewebeentnahme (Biopsie) nötig. Dabei entnimmt die Ärztin oder der Arzt unter örtlicher Betäubung eine Gewebeprobe. Im Labor prüft eine Pathologin oder ein Pathologe sie anschließend auf bösartige Zellen. Ein auffälliger Befund bedeutet also zunächst nur, dass Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine Stelle genauer ansehen möchte.
Nutzen und Grenzen des Mammographie-Screenings
Das Screening hat einen belegten Nutzen und belegte Nachteile. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat beide in Zahlen gefasst, für eine Teilnahme über 20 Jahre zwischen 50 und 69 Jahren:
| Von 1.000 Frauen, die 20 Jahre lang… | … nicht teilnehmen | … teilnehmen |
|---|---|---|
| … sterben an Brustkrebs | 19 | 13 bis 17 |
| … erhalten eine Brustkrebsdiagnose | 47 bis 50 | 59 |
Aus der 1. Zeile folgt der Nutzen: Von 1.000 Frauen, die 20 Jahre regelmäßig teilnehmen, werden etwa 2 bis 6 vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt. Aus der 2. Zeile folgt der Preis dafür: etwa 9 bis 12 Frauen erhalten eine Überdiagnose.
Eine Überdiagnose bedeutet, dass das Screening einen Tumor findet, der ohne Früherkennung nie Beschwerden verursacht hätte. Die betroffenen Frauen durchlaufen trotzdem die volle Behandlung. Überdiagnosen entstehen vor allem durch kleine Tumoren, die langsam oder gar nicht wachsen. Daneben findet die Mammographie bei etwa 1 von 6 Frauen mit Brustkrebsdiagnose ein duktales Carcinoma in situ (DCIS), das bei einem Teil der Frauen harmlos bleibt und bei anderen weiterwächst.
Dazu kommen falsch-positive Befunde: Ein auffälliges Bild führt zu einer Abklärung, die meistens einen gutartigen Befund ergibt. Die Wochen bis zum Ergebnis belasten viele Frauen. Ob Sie teilnehmen, entscheiden Sie selbst. Die Entscheidungshilfe in Ihrem Einladungsschreiben stellt Nutzen und Nachteile für Ihre Altersgruppe gegenüber.
Brustultraschall: die häufigste Zusatzleistung in der Brustkrebsvorsorge
Wenn Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt Ihnen eine Zusatzleistung zur Brustkrebsvorsorge anbietet, ist es meistens der Ultraschall der Brust, medizinisch Mammasonographie genannt. Er arbeitet ohne Röntgenstrahlen und ist schmerzfrei.
Der Brustultraschall kann dichtes Gewebe besser durchdringen, übersieht aber die feinen Verkalkungen, die oft der 1. Hinweis auf ein frühes Mammakarzinom sind. Umgekehrt macht die Mammographie genau diese Verkalkungen sichtbar. Als Ergänzung ist der Ultraschall deshalb sinnvoll, als Ersatz für das Screening nicht.
Ultraschall der Brust: ab welchem Alter sinnvoll?
Für den Ultraschall der Brust gibt es kein festes Startalter, denn er gehört nicht zum gesetzlichen Programm. Ob Ihre Krankenkasse zahlt, entscheidet der Anlass:
- Mit Anlass: Bei einem tastbaren Knoten, Beschwerden oder einem unklaren Mammographiebefund gehört der Ultraschall zur Diagnostik. Die Kosten trägt die gesetzliche Krankenkasse.
- Ohne Anlass: Als reine Früherkennung zahlen Sie ihn selbst, unabhängig von Ihrem Alter.
Für 2 Gruppen kann der Ultraschall sinnvoll sein: Frauen unter 50, die noch keinen Anspruch auf das Screening haben, und Frauen mit dichtem Brustgewebe, bei denen die Mammographie weniger zeigt.
Kosten eines Ultraschalls der Brust
Als Selbstzahlerin rechnen Sie mit 26 bis 60 € pro Untersuchung. Im Jahr 2024 lag der Brust-Ultraschall auf Platz 6 der am häufigsten in Anspruch genommenen individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) in Deutschland und gehört zu den meistgenutzten Leistungen bei der Frauenärztin und beim Frauenarzt.
Die Medizinische Tastuntersuchung (MTU)
Neben Ihrer eigenen und der ärztlichen Tastuntersuchung gibt es eine weitere Möglichkeit, die Brust abtasten zu lassen: die Medizinische Tastuntersuchung. Den Termin vereinbaren Sie in einer teilnehmenden Arztpraxis. Dort tastet Sie eine speziell ausgebildete Untersucherin ab. Blinde und im Sehen eingeschränkte Frauen absolvieren dafür eine eigene Ausbildung und erspüren mit geschultem Tastsinn kleinste Gewebeveränderungen.
Bei einer Taktilen Brustuntersuchung tastet die Untersucherin Ihre Brust 30 bis 60 Minuten lang ab, orientiert sich dabei an Klebestreifen auf der Haut und arbeitet jede Gewebetiefe systematisch durch. Die Untersuchung läuft unter ärztlicher Verantwortung. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht das Ergebnis direkt im Anschluss mit Ihnen.
Die MTU zur Brustkrebsvorsorge gehört nicht zum gesetzlichen Programm. Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten ganz oder teilweise, andere nicht. Fragen Sie deshalb vor dem Termin bei Ihrer Kasse nach.
Hinweis: Die MTU ersetzt weder die jährliche ärztliche Tastuntersuchung noch die Mammographie, denn wie jede Tastuntersuchung findet sie nur, was groß genug zum Ertasten ist. Sie kommt als zusätzliche, gründlichere Tastuntersuchung dazu.
Brustkrebsvorsorge bei familiärem Brustkrebsrisiko
Ob eine Frau an Brustkrebs erkrankt, hängt von vielen Faktoren ab. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) unterscheidet dabei 2 Gruppen von Risikofaktoren:
- Nicht beeinflussbar: höheres Alter, erbliche Veranlagung, dichtes Brustgewebe, bestimmte Gewebeveränderungen der Brustdrüse, eine frühere Strahlentherapie des Brustkorbs und hormonelle Faktoren
- Beeinflussbar: Alkoholkonsum, Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht nach den Wechseljahren und eine Hormonersatztherapie nach den Wechseljahren
Ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko statistisch, schließt eine Brustkrebserkrankung aber nicht aus. Viele Krebserkrankungen der Brust entstehen ohne erkennbaren Auslöser. Die Krebsvorsorge lohnt sich deshalb auch dann, wenn keiner dieser Faktoren auf Sie zutrifft.
Für einen Teil der Frauen reicht das Standardprogramm allerdings nicht aus. Treten in einer Familie mehrere Fälle von Brust- oder Eierstockkrebs auf oder sind Angehörige in vergleichsweise jungen Jahren erkrankt, kann das auf eine erbliche Veranlagung hinweisen. Bei einer nachgewiesenen Genveränderung in BRCA1 oder BRCA2 ist das Risiko deutlich erhöht. In diesem Fall greift ein eigenes Versorgungskonzept.
Die Zentren des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs bieten eine intensivierte Früherkennung an. Sie kombiniert mehrere Verfahren in engeren Abständen als das reguläre Screening:
- eine Kernspintomographie (MRT) der Brust mit Kontrastmittel – das empfindlichste Verfahren des Programms, das einmal jährlich durchgeführt wird
- eine Ultraschalluntersuchung der Brust in regelmäßigen Abständen
- eine ergänzende digitale Mammographie ab dem 40. Lebensjahr alle 1 bis 2 Jahre
Am Anfang steht dabei immer ein ausführliches Gespräch: Eine genetische Beratung erfasst Ihre Familiengeschichte und berechnet Ihr persönliches Risiko. Erst wenn sich daraus eine Indikation ergibt, folgt eine Genanalyse. Die Zentren haben Verträge mit vielen gesetzlichen Krankenkassen, die dann die Kosten für Beratung, Gentest und intensivierte Früherkennung übernehmen, sofern die familiären Kriterien erfüllt sind. Fragen Sie im Zentrum nach, ob Ihre Kasse dazugehört.
Was zahlt die Krankenkasse bei der Brustkrebsvorsorge und was nicht?
Die gesetzliche Krankenkasse trägt die Kosten für die beiden Früherkennungsuntersuchungen vollständig und übernimmt auch jede Abklärung, wenn es einen Anlass gibt. Alles, was Sie darüber hinaus möchten, zahlen Sie selbst:
| Untersuchung | Kassenleistung | Selbst zu zahlen |
|---|---|---|
| Ärztliche Tastuntersuchung ab 30 Jahren | ja, jährlich | – |
| Mammographie-Screening 50 bis 75 Jahre | ja, alle 2 Jahre | – |
| Abklärung bei Beschwerden oder auffälligem Befund | ja | – |
| Ultraschall der Brust zur Früherkennung | nein | 26 bis 60 € |
| MRT der Brust zur Früherkennung | nein | 230 bis 600 € |
| Medizinische Tastuntersuchung (MTU) | je nach Kasse | rund 47 € |
Diese Aufteilung ist kein Sonderfall der Brustkrebsvorsorge. Auch bei der Hautkrebsvorsorge und der Prostatakrebsvorsorge verläuft dieselbe Linie zwischen einem gesetzlichen Kern und privat zu zahlenden Zusatzangeboten.
Welche Kosten übernimmt der vitolo Zusatzschutz?
Was die Krankenkasse nicht zahlt, können Sie über einen Zusatzschutz abdecken. Die vitolo Krankenzusatztarife und der vitolo Gesundheitsschutz erstatten Ihnen Mammographie und Ultraschall zur Brustkrebsvorsorge zu 100 % innerhalb Ihres gewählten Jahresbudgets, ebenso die große erweiterte Krebsvorsorge für die Frau.
Welches der beiden Produkte passt, hängt davon ab, was Sie absichern möchten. Der vitolo Gesundheitsschutz ist eine reine Budgetversicherung für Vorsorge- und Gesundheitsleistungen, die Sie ganz ohne Gesundheitsfragen abschließen. Zur Wahl stehen Ihnen 3 Tarife:

Die vitolo Krankenzusatztarife bieten Ihnen auch ein Vorsorgebudget, ergänzt um stationäre Zusatzleistungen, wenn infolge eines Unfalls oder einer schweren Krankheit (wie z. B. Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall) eine stationäre Heilbehandlung erforderlich ist. Auch hier haben Sie die Wahl zwischen 3 Tarifen:

Sowohl für den Gesundheitsschutz als auch für den Krankenzusatzschutz gilt:
- Sofort-Schutz: Der Versicherungsschutz beginnt ab dem ersten Tag – komplett ohne Wartezeiten.
- Weltweite Sicherheit: Alle versicherten Leistungen gelten auch im Ausland.
- BetterDoc-Service: Es findet eine kostenfreie Vermittlung zu den besten Spezialistinnen und Spezialisten aus einem Netzwerk von über 2.500 Fachärztinnen und Fachärzten statt.
- Maximale Freiheit: Die Versicherung ist monatlich kündbar, sofern noch keine Leistungen in Anspruch genommen wurden.
Fazit: Ihre Brustkrebsvorsorge nach Lebensphase

Welche Brustkrebsvorsorge Ihnen zusteht, bestimmt Ihr Alter. Ab 30 Jahren tastet Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt die Brust einmal jährlich ab. Ab 50 Jahren kommt das Mammographie-Screening alle 2 Jahre hinzu, bis zu Ihrem 76. Geburtstag. Danach bleibt die jährliche Tastuntersuchung. Beide Leistungen kosten Sie nichts, Sie brauchen nur den Termin.
Vor 50 Jahren und bei dichtem Brustgewebe wird die Antwort persönlicher, denn dort stößt die Mammographie an ihre Grenzen. Zur Wahl stehen dann Brustultraschall und MTU. Diese Entscheidung treffen Sie selbst. Ein Vorsorgebudget übernimmt diese Kosten bis zur vereinbarten Budgethöhe je Versicherungsjahr, damit Sie nach Ihrem Sicherheitsbedürfnis entscheiden und nicht allein nach dem Preis.
Sie haben noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!
Wir beraten Sie gerne individuell und kostenlos bei der Auswahl des besten Tarifs für Ihre Gesundheit. Vereinbaren Sie einfach einen telefonischen Beratungstermin (ca. 15 Minuten). Unsere Kolleginnen und Kollegen stehen Ihnen gerne unverbindlich zur Seite.
Häufig gestellte Fragen zur Brustkrebsvorsorge
Tut eine Mammographie weh?
Für die Aufnahme drückt das Gerät Ihre Brust zwischen 2 Platten zusammen. Viele Frauen empfinden das als unangenehm, manche als schmerzhaft. Der Druck dauert allerdings nur wenige Sekunden pro Aufnahme und erfüllt einen Zweck. Er verringert die Gewebedicke, verbessert dadurch die Bildqualität und senkt zugleich die Strahlendosis. Legen Sie den Termin in die Zeit kurz nach der Regelblutung, dann reagiert Ihr Gewebe weniger empfindlich.
Wie hoch ist die Strahlenbelastung bei einer Mammographie?
Die mittlere Organdosis für die Brust liegt bei einer Untersuchung in 2 Ebenen bei etwa 2,7 Milligray. Bei regelmäßiger Teilnahme zwischen 50 und 75 Jahren erhöht sich dadurch das Lebenszeitrisiko, an Brustkrebs zu erkranken, um etwa 0,03 %. Zum Vergleich: Das normale Lebenszeitrisiko einer 50-Jährigen liegt bei rund 11 %. Das Bundesamt für Strahlenschutz stuft den Nutzen des Programms deshalb als deutlich höher ein als das Strahlenrisiko.
Was kann ich tun, wenn keine Einladung kommt?
Wenden Sie sich an die für Sie zuständige Zentrale Stelle, denn nur diese Stellen vergeben Termine für eine wohnortnahe Screening-Einheit. Ihr Anspruch besteht unabhängig davon, ob ein Einladungsschreiben eintrifft. Die Kontaktdaten finden Sie über die Postleitzahlensuche der Kooperationsgemeinschaft Mammographie.
Das gilt auch für Frauen zwischen 70 und 75 Jahren: Für diese Altersgruppe bauten die Zentralen Stellen das schriftliche Einladungsverfahren erst nach der Anhebung der Altersgrenze auf. Fragen Sie deshalb bei Ihrer Zentralen Stelle nach, wenn bei Ihnen keine Einladung eingetroffen ist.
Einen Termin bekommen Sie frühestens 22 Monate nach Ihrer letzten Früherkennungs-Mammographie.
Was bedeutet dichtes Brustgewebe für die Vorsorge?
Radiologinnen und Radiologen teilen die Brustdichte in 4 Stufen ein, wobei Stufe 3 und 4 als erhöhte Dichte gelten. Drüsengewebe erscheint auf dem Röntgenbild weiß, Fettgewebe dunkel. Bei hoher Dichte hebt sich ein Tumor deshalb schlechter ab und die Mammographie verliert an Aussagekraft. Zusätzlich gilt eine hohe Brustdichte selbst als Risikofaktor – bei Kategorie 3 liegt das Risiko nur leicht über dem Durchschnitt, bei Kategorie 4 ist es stärker erhöht.
Eine gesetzliche Pflicht, Ihnen Ihre Brustdichte mitzuteilen, gibt es in Deutschland nicht. Sie haben aber die Möglichkeit, sich die Röntgenbilder nach der Begutachtung aushändigen zu lassen und die Brustdichte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu besprechen.
Ist eine Mammographie mit Brustimplantaten möglich?
Ja, sie ist möglich, erfordert aber eine angepasste Aufnahmetechnik, weil das Implantat einen Teil des Gewebes verdeckt. Weisen Sie deshalb vor der Untersuchung auf Ihr Implantat hin, damit das Team die Aufnahmen entsprechend planen kann. In manchen Fällen kommt ergänzend eine Ultraschalluntersuchung dazu. Sprechen Sie das Vorgehen im Vorfeld mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt ab.
Sie möchten wissen, welcher Tarif am besten zu Ihrem Bedarf passt? Dann nutzen Sie die Möglichkeit zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch mit unseren Expertinnen und Experten. Gemeinsam finden wir heraus, welcher Krankenzusatzschutz für Ihre persönliche Situation sinnvoll ist – individuell, transparent und verständlich erklärt.
Quellenangabe:
- https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/krebsfrueherkennung/ – Anspruch auf Röntgen-Mammographie zwischen 50 und 75 Jahren
- https://www.krebsinformationsdienst.de/brustkrebs/frueherkennung – Früherkennung durch Abtasten und Mammographie, Altersgruppe 45 bis 49 Jahre
- https://www.bfs.de/DE/themen/ion/anwendung-medizin/diagnostik/roentgen/mammographie.html – Altersgrenzen im Mammographie-Screening-Programm
- https://www.bfs.de/DE/themen/ion/anwendung-medizin/diagnostik/roentgen/mammo-nutzen-risiko.html – Organdosis und strahlenbedingtes Risiko der Mammographie
- https://www.iqwig.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-detailseite_10498.html – Nutzen und Überdiagnosen des Screenings nach Altersgruppe
- https://www.mammo-programm.de/de/schritte/ – Ablauf der Untersuchung, Doppelbefundung und Befundfrist
- https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/m/mammographie-screening – Einladungsverfahren, Selbstanmeldung ab 70 Jahren und 22-Monats-Frist
- https://igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/ultraschall-der-brust-zur-krebsfrueherkennung.html – Bewertung und Kosten des Ultraschalls der Brust
- https://igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/mrt-der-brust-zur-krebsfrueherkennung.html – Bewertung und Kosten des MRT der Brust
- https://www.mammo-programm.de/de/faq/was-versteht-man-unter-dichter-brust/ – Dichtestufen des Brustgewebes
- https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Brustkrebs/brustkrebs_node.html – Neuerkrankungen, Sterbefälle und Überlebensraten (Zentrum für Krebsregisterdaten)
- https://www.konsortium-familiaerer-brustkrebs.de/betreuungskonzept/praevention/intensivierte-frueherkennung/ – Intensivierte Früherkennung bei familiärem Risiko
- https://www.krebsinformationsdienst.de/brustkrebs/symptome – Zyklusabhängige Verhärtungen und abklärungsbedürftige Veränderungen
- https://www.krebsinformationsdienst.de/brustkrebs/risikofaktoren – Beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren
- https://www.dbsv.org/mtu.html – Medizinische Tastuntersuchung: Dauer, Kosten und Kostenübernahme
- https://www.discovering-hands.de/methodik/taktilographie – Ablauf der Taktilographie in teilnehmenden Arztpraxen
- https://www.mammo-programm.de/de/termin – Terminvergabe ausschließlich über die Zentralen Stellen, Postleitzahlensuche und 22-Monats-Frist
- https://www.iqwig.de/download/p14-03_entscheidungshilfe_mammographie.pdf – Entscheidungshilfe zum Mammographie-Screening: Nutzen und Überdiagnosen bei 20 Jahren Teilnahme